Mission Manifest

Autor:  Andrea SchwemmerKategorie:  Tipps

06.01.2018 Start der Initiative in Augsburg
Mission Manifest ist eine private Initiative von katholischen Christen, die das Anliegen der Neuevangelisierung in den Fokus des kirchlichen Lebens stellen wollen. Die Initiative wurde 2018 auf der ökumenischen MEHR-Konferenz in Augsburg vorgestellt. Unter die Erstunterzeichnern reihte sich neben anderen Bischöfen auch Bischof Dr. Stefan Oster, um das Anliegen zu unterstützen. Über die Initiative freute sich auch Rino Fisichella, Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Neuevangelisierung im Vatikan, der ein Grußwort verlesen lies.


Das Mission Manifest formuliert „10 Thesen zum Comeback der Kirche“. Die zehn Thesen, die jeweils in einem Kapitel des gleichnamigen Buches von unterschiedlichen Autoren ausformuliert sind, wurden wie folgt überschrieben:

„10 Thesen zum Comeback der Kirche“

1. Uns bewegt die Sehnsucht, dass Menschen sich zu Jesus Christus bekehren.
2. Wir wollen, dass Mission zur Priorität Nummer eins wird.
3. Wir glauben, dass die Chancen nie größer waren als jetzt.
4. Wir sprechen alle Menschen in unseren Ländern an und machen keinen Unterschied.
5. Wir glauben, dass unsere Mission so kraftvoll sein wird, wie es unsere Gebete sind.
6. Wir danken allen Christen außerhalb der katholischen Kirche, die heute schon mit Hingabe missionieren, taufen und Menschen zu Jesus führen.
7. Wir müssen die Inhalte des Glaubens neu entdecken.
8. Wir wollen missionieren, nicht indoktrinieren.
9. Wir brauchen eine „Demokratisierung“ von Mission.
10. Wir müssen uns selbst zur Freude des Evangeliums bekehren, um andere zu Jesus führen zu können.


Die Initiative geht von der Annahme aus, dass ein missionarischer Aufbruch in der katholischen Kirche nicht von der Hierarchie verordnet werden kann, sondern von den Kirchenmitgliedern selbst getragen werden muss. Mission Manifest versteht sich außerdem nicht als neue eigene Institution, sondern will bestehende Initiativen und geistliche Gemeinschaften zusammenführen und vernetzen.

Video

Start der Initiative im Januar 2018