Bischöfliche Kommission für Neuevangelisierung

Auf der Suche nach neuen Wegen für die Kirche von Passau hat Bischof Dr. Stefan Oster eine Kommission einberufen, die ihm seit März 2015 beratend zur Seite steht. Sie ist geprägt von der Vielfalt des kirchlichen Lebens im Bistum Passau.

Wie können Menschen in eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung mit Jesus finden? Und das in Zeiten, in denen viele Menschen der Kirche mehr und mehr und aus verschiedensten Gründen den Rücken kehren? Wie es heute möglich ist, dass Menschen in den Glauben finden, darin wachsen und selbstbewusst wissen, warum sie glauben, was sie glauben und vor allem an wen sie glauben, damit beschäftigt sich die Kommission für Neuevangelsierung, die Bischof Dr. Stefan Oster SDB 2015 einberufen hat.

Die Mitglieder der Bischöflichen Kommission für Neuevangelisierung

Die Kommission für Neuevangelisierung setzt sich aus 24 Mitgliedern (im Bild fehlt Regens Martin Dengler) aus den verschiedensten Bereichen des kirchlichen Lebens im Bistum Passau zusammen, um einen weiten Blick ins Bistum abzubilden: u.a. Vertreterinnen und Vertreter des Diözesanrats, der Räte und Verbände, der Schulen, Ehe- und Familienpastoral, der Frauen- und Männerseelsorge. Bischof Stefan Oster hat diese Kommission einberufen und ist selber auch bei jedem Treffen dabei. Ziel der Kommission ist es, gangbare Wege für das Bistum Passau zu finden, Menschen und das Evangelium zueinander zu bringen und gemeinsam auf das zu hören, was Christus heute allen Menschen sagt. Die Kommission ist für vier Jahre berufen und trifft sich im zweimonatigen Turnus.

Mitglieder der Kommission

Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Sr. Conrada Aigner, Dekan Christian Altmannsperger, Domdekan Msgr. Dr. Hans Bauernfeind, Diözesanratsvorsitzender Wolfgang Beier, Domvikar Wolfgang de Jong, Regens Martin Dengler, Marcel Eckert, Gerhard Eckmüller, Dr. Hans-Peter Eggerl, Domvikar Andreas Erndl, Domkapitular Msgr. Josef Fischer, Robert Guder, Domvikar Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner, Christine Krammer, Walter Sendner, Dr. Marius Schwemmer, Reinhold Sterflinger, Pfarrer Gerhard Stern, Diakon Mario Unterhuber, Josef Veit, Ingrid Wagner, Hildegard Weileder-Wurm, Sr. Marika Wippenbeck


Tenor der ersten Treffen war laut dem Vorsitzenden der Kommission Domdekan Dr. Hans Bauernfeind vor allem, „dass wir bei uns Teilnehmern anfangen. Wir wollen selbst erst einmal Neuevangelisierer und Zeuginnen und Zeugen werden. Das ist eine große Herausforderung“. Als erster Schritt auf diesem Weg wurden zunächst von außen kommende Impulse aus den Erfahrungen der Weltkirche zu neuen Wegen der Evangelisierung reflektiert. Diese Erkenntnisse nun als Botschafter eines geistlichen Prozesses ins Bistum zu tragen, um sie für die Kirche von Passau fruchtbar werden zu lassen, ist Aufgabe der Kommissionsmitglieder.

Über den eigenen Tellerrand hinausschauen

Wie gelingt es, dass Menschen in eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung mit Jesus finden und darin wachsen können? Die Frage ist leicht gestellt. „Die eine richtige Antwort gibt es nicht“, betont Dr. Hans Bauernfeind. „Das zeigt sich schon alleine darin, dass sich auf Wunsch des Bischofs eine ganze Kommission damit beschäftigt.“ Zielgenaue Lösungswege gebe es nicht. „Wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Wir wollen neue Wege finden, um Menschen für Jesus, Glauben und Kirche zu begeistern“, so Bauernfeind. Ein Jahr wurde nun erkundet, wo innerhalb der Kirche Glaubensaufbrüche stattfinden, wo mehr Menschen – auch ganz junge Leute – gerne in die Kirchen gehen. Dabei wurde auch über den deutschen Tellerrand hinausgeschaut.

Das erste Jahr der Kommission habe gezeigt, dass in der Neuevangelisierung großes Erneuerungspotential für die Kirche steckt. Eines sei dabei ganz grundlegend: „Es geht nichts ohne die persönliche Beziehung der Menschen zu Christus. Die Bibel nennt das: Jünger und Jüngerin Jesu zu sein und zu bleiben.“

„Als Kirche Jesu Christi bedenken wir, dass nicht wir Kirche machen,
sondern dass wir uns der Frage an Jesus stellen wollen, was er für die Kirche heute will.“Dr. Hans Bauernfeind, Vorsitzender der Bischöflichen Kommission

In das neue Jahr startete die Kommission mit einem Studientag für Neuevangelisierung am 21. Januar 2017, bei dem die bisher gesammelten Erfahrungen und Beispiele – zusammen mit der Vision des Bischofs – den über 180 Teilnehmern vorgestellt wurden, um sie für das Leben der Kirche in Passau fruchtbar werden zu lassen. Ein weiterer Studientag ist für 2018 geplant.