Bischöfliche Kommission für Neuevangelisierung

Die bischöfliche Kommission für Neuevangelisierung geht in die zweite Beauftragungsphase (2018 bis 2022). In der neuen Periode, mit neuen Mitgliedern steht jetzt im Fokus, die neuevangelisierende Seelsorge und Spiritualität in die Fläche des Bistums zu bringen.

Die bischöfliche Kommission für Neuevangelisierung ist durch die Berufung von Bischof Dr. Stefan Oster SDB seit März 2015 nun in die zweite Beauftragungsphase eingetreten. Nachdem in der ersten Phase vor allem die Vielfalt neuevangelisierender Pastoral aus der Weltkirche hereingeholt worden ist und der Begriff der Neuevangelisierung auch zu einer Grundhaltung für zunehmend mehr Christen geworden ist, geht es nun darum, neuevangelisierende Seelsorge und Spiritualität zunehmend in der Fläche des Bistums und in den Herzen der Gläubigen ankommen zu lassen. Dazu hat Bischof Stefan die Kommission mit neuen Mitgliedern ergänzt. Diese sind berufen, als Evangelisierte selbst in den aktiven Prozess der Evangelisierung einzutreten. Sie sind sozusagen Botschafter der Neuevangelisierung. Was sie im Bistum erfahren, kann in der Kommission gemeinsam mit dem Bischof erörtert und weiterentwickelt werden. Was in der Kommission an Kompetenzen erworben wird, kann durch die Mitglieder die Seelsorge im Bistum Passau unterstützen und inspirieren.


Die Kommission für Neuevangelisierung setzt sich aus 26 Mitgliedern aus den verschiedensten Bereichen des kirchlichen Lebens im Bistum Passau zusammen, um einen weiten Blick ins Bistum abzubilden: unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Diözesanrats, der Räte und Verbände, der Schulen, Ehe- und Familienpastoral, der Frauen- und Männerseelsorge, der Caritas und des pfarrverbandlichen Lebens. Die Kommission ist für vier Jahre berufen und trifft sich im zweimonatigen Turnus. In die neue Periode von 2018 bis 2022 startete die Kommission mit einem Ausflug nach Salzburg, um sich vor Ort einen Eindruck über die HOME Mission Base machen zu können und von den Erfahrungen dort zu lernen.

Mitglieder der Kommission

Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Sr. Conrada Aigner, Ingrid Aldozo-Entholzner, Pfarrer Christian Altmannsperger, Diözesanratsvorsitzender Markus Biber, Domdekan Msgr. Dr. Hans Bauernfeind, Domvikar Wolfgang de Jong, Regens Martin Dengler, Marcel Eckert, Gerhard Eckmüller, Robert Guder, Dr. Martina Hartl, Pfarrer Peter Kieweg, Jennifer Kinder, Domvikar Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner, Ludwig Raischl, Pfarrer Hermann Schächner, Dekan Heribert Schauer, Kirchenmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer, Walter Sendner, Dekan Anton Spreizer, Pfarrer Gerhard Stern, Josef Veit, Ingrid Wagner, Florian Weber, Hildegard Weileder-Wurm
Vorsitz: Domdekan Msgr. Dr. Hans Bauernfeind


Die persönliche Beziehung der Menschen zu Christus

Wie kann Kirche heute wachsen – nicht als Institution, sondern in der Fülle der Erfahrungen, die Menschen mit Christus machen? Wie gelingt es, dass Menschen in eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung mit Jesus finden und darin wachsen können? Um diese Fragen geht es letztendlich den Kommissionsmitgliedern und auch dem Referat Neuevangelisierung, das eng mit der Kommission verbunden ist. Zielgenaue Lösungswege gebe es nicht, betont der Vorsitzende der Kommission, Dr. Hans Bauernfeind: „Wir machen uns gemeinsam auf den Weg. Wir wollen neue Wege finden, um Menschen für Jesus, Glauben und Kirche zu begeistern.“

Bisher wurde erkundet, wo innerhalb der Kirche Glaubensaufbrüche stattfinden, wo mehr Menschen – auch ganz junge Leute – gerne in die Kirchen gehen. Dabei wurde auch über den deutschen Tellerrand hinausgeschaut. Die erste Phase der Kommission habe gezeigt, dass in der Neuevangelisierung großes Erneuerungspotential für die Kirche steckt. Eines sei dabei ganz grundlegend, so Bauernfeind: „Es geht nichts ohne die persönliche Beziehung der Menschen zu Christus. Die Bibel nennt das: Jünger und Jüngerin Jesu zu sein und zu bleiben.“

„Als Kirche Jesu Christi bedenken wir, dass nicht wir Kirche machen,
sondern dass wir uns der Frage an Jesus stellen wollen, was er für die Kirche heute will.“Dr. Hans Bauernfeind, Vorsitzender der Bischöflichen Kommission
 

Studientage für Neuevangelisierung

Die bisher gesammelten Erfahrungen und Beispiele aus der Weltkirche wurden beim ersten Studientag für Neuevangelisierung 2017 den über 180 Teilnehmern vorgestellt wurden, um sie für das Leben der Kirche in Passau fruchtbar werden zu lassen. Unter dem Titel „Kirche, die wächst“ wurde die Frage gestellt: Wie können wir im Bistum Passau eine einladende Kirche sein und das Evangelium neu entdecken, um Menschen wirklich Sinn und Heimat bieten zu können? 2018 wurde dann der Blick auf das Bistum gerichtet: Unter dem Titel „Herr Bischof, haben wir bisher alles falsch gemacht?“ ging Bischof Dr. Stefan Oster SDB auf viele Fragen ein, die das Wort Neuevangelisierung auslöst. Domkapitular Josef Fischer sprach über Grundhaltungen des Christseins und lud alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, gemeinsam innezuhalten und zu fragen, was Neuevangelisierung ganz konkret für jeden einzelnen und für das Bistum heißen kann. Am Nachmittag wurden Praxisbeispiele aus dem Bistum vorgestellt und viele neue Ideen gesammelt. Wie Musik und Liturgie dazu beitragen können, einen tieferen Zugang zum Glauben zu finden – darum ging es beim dritten Studientag für Neuevangelisierung 2019 unter dem Titel „Zum Lob Gottes berufen. Musik und Liturgie – für eine missionarische Kirche“. Videos von den Vorträgen und Handouts zu den Workshops finden sich auf den Seiten zu den Studientagen.


Botschafterinnen und Botschafter

Was hat Neuevangelisierung mit mir persönlich und mit uns als kirchliche Gemeinschaft zu tun? Wer darüber ins Gespräch kommen möchte, kann das Angebot der Botschafterinnen und Botschafter für Neuevangelisierung im Bistum Passau nutzen und sie einladen. Alle Informationen dazu finden sich auf der Seite der Botschafterinnen und Botschafter.