Gebet um geistliche Berufungen

Die Initiative „adoration for vocations“ (Anbetung für Berufungen) brachte in den USA reiche Frucht. Der Heilige Papst Johannes Paul II. hörte davon und ermutigte die Weltkirche, diese Initiative zu fördern. Auch im Bistum Passau möchten wir dazu ermutigen, voll Vertrauen vor dem Allerheiligsten um geistliche Berufungen zu bitten.

Was in der Kirche und in unserem Bistum früher noch zur Normalität gehörte, ist mittlerweile eine große Ausnahme geworden: die Entscheidung eines jungen Menschen, sich und sein Leben ganz in den Dienst des Evangeliums zu stellen – ob als Ordensfrau oder Ordensmann, als Priester, Diakon oder in einer anderen Form Gott geweihten Lebens. Papst Franziskus sagt: „Berufungen entstehen im Gebet und aus dem Gebet; und allein im Gebet können sie Bestand haben und Frucht tragen.“ Da es in der heutigen Welt immer schwieriger wird, die Stimme Gottes im eigenen Leben zu hören, braucht es die Unterstützung im Gebet umso dringender.

„Berufungen entstehen im Gebet und aus dem Gebet;
und allein im Gebet können sie Bestand haben und Frucht tragen.“
Papst Franziskus
Bemerkenswerte Initiative aus den USA

Die Erkenntnis, dass es im Besonderen ohne Priesterberufungen keine Heilige Messe und somit keine Eucharistie gibt, veranlasste das Ehepaar David und Brigid Craig aus den USA ihre Pfarrgemeinde dazu einzuladen, einen Tag gemeinsam vor dem Allerheiligsten in der Anbetung gezielt um zumindest eine Priesterberufung in ihrer Pfarrei zu beten. Das Ergebnis war bemerkenswert: innerhalb von drei Wochen erwuchs in drei jungen Männern der Wunsch, sich auf den Weg zu machen und zu prüfen, ob sie nicht Priester werden möchten. In den USA taten es viele dieser Pfarrei gleich und es entstand die Initiative „Adoration for Vocations“ (Anbetung für Berufungen). Das Gebet blieb nicht unerhört, denn die Zahl der geistlichen Berufungen nahm wieder zu.

Einladung zum Gebet

Als der damalige Papst Johannes Paul II. von dem deutlichen Anstieg an geistlichen Berufungen in den Diözesen und speziell den Pfarreien, die vor dem Allerheiligsten in diesem Anliegen beteten, hörte, sandte er 1996 mehrere Monstranzen in alle Erdteile aus mit der Einladung, vor dem Herrn in der Anbetung konkret um geistliche Berufungen zu beten. Auch Bischof Stefan bittet immer wieder darum, mit ihm in diesem wichtigen Anliegen zu beten. So soll es neben der allgemeinen Einladung, überall im Bistum – zu Hause, in der Kirche oder in der Gebetsgruppe – dafür zu beten, Gebets- und Informationsabende zu der Initiative und deren schöne Früchte geben.



Informations- und Gebetsabende in unserem Bistum

Die Möglichkeit, sich näher über die Initiative zu informieren, konkrete Hilfen zu bekommen und gemeinsam in diesem Anliegen zu beten, gab es am 14. März 2019 um 19.00 Uhr in Reischach, wo 2017 bereits mehrere Gebetsabende unter dem Titel „adoration for vocations“ organisiert wurden.

Programm

19.00 Uhr Gestaltete Anbetung in der Pfarrkirche Reischach
19.45 Uhr Informations- und Gesprächsabend im Pfarrheim
20.00 Uhr Impuls zur eucharistischen Anbetung von Pfr. August Sparrer aus Altötting
20.30 Uhr Impuls zur Initiative von Sieglinde Weiherer, Lobpreisleiterin aus Reischach
Anschließend Austausch und Gespräch – bei Snacks und Getränken.

Termine in weiteren Pfarreien sind in Planung. Bei Interesse gerne melden.

Gemeinsam den Herrn der Ernte bitten

Schon lange begeht die Kirche den jeweils ersten Donnerstag im Monat als Priesterdonnerstag, um an diesem Tag ganz besonders um und für geistliche Berufungen zu beten. In der Anbetung dürfen wir den Herrn selbst um Arbeiter für seine Ernte bitten, wie er es uns aufgetragen hat (vgl. Mt 9,38). Nicht wir schaffen Berufungen, sondern Jesus Christus selbst ist es, der junge Menschen in seine Nachfolge ruft, damit sie an seinem Auftrag mitwirken.

„Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!“
Evangelium nach Matthäus 9,38

Neben dem Gebet um Berufungen ist auch das Gebet für die Berufungen nicht zu vernachlässigen, denn jede Berufung muss auch im Gebet begleitet werden, damit sie gestärkt wird und als tragend im Leben erfahren wird. In unserer säkularen Welt wird es immer schwieriger, die Stimme Gottes zu hören. Bitten wir also den Herrn der Ernte, dass diejenigen, die er ruft, seine Stimme auch hören können, und dass sie den Mut haben dem Herrn zu folgen.


Als Hilfe für die Initiierung von Anbetungsstunden in diesem Anliegen, gibt es dieses Plakat mit der Möglichkeit, in einem weißen Feld Ort und Datum einzutragen. Die Druckversion findet sich am Ende der Seite als Download. Gerne kann es auch im Referat ausgedruckt angefordert werden.

Zuständig für die Koordinierung einer Monstranz zu dieser Initiative ist
Frau Rita Schmeer in Bergen-Bernhaupten.
Ihr Kontakt:
Handy: 0151 400 90 112
Festnetz: 08662 5115
Mail: ritaschmeer@t-online.de

Es kann sich aber natürlich auch mit jeder anderen Monstranz dieser Initiative angeschlossen werden.